Die Moore im Tiroler Bezirk Kitzbühel

Mittermoos (ZH)


Gemeinde:

Fieberbrunn
Höhe ü.d.M.: ca. 825-845 m
Fläche: ca. 2,7 ha
Moortyp(en): Zwischen- und Hochmoore








Mittermoos (Ausschnitt aus der Biotopkartierung bei TirisMaps)

Das Mittermoos (inkl. der Moore bei Tragstätt) befindet sich südsüdöstlich der Moore Granbach und Schwefelbad. Das gesamte Gebiet gehört zu bäuerlichen Betrieben und wird teilweise landwirtschaftlich genutzt.


Ansicht des nordöstlichen Bereichs

Das Gebiet besteht aus Zwischen- und ziemlich saurem Hochmoor-Arealen. Die Makroflora ist gekennzeichnet durch Sphagnum sp. und andere säureresistente Laubmoose, Kleinseggen (Carex sp.), Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) und Besenheide (Calluna vulgaris). Größere Teile des Hochmoors sind vollkommen frei von höherwüchsigen Gehölzen. Beim ersten Besuch Ende Oktober 2011 konnten außer vielen Chorthippus montanus kaum mehr Insekten gesichtet werden. Weitere Besuche erfolgten in den Jahren 2012-1015.

Bei der Mikrofauna und -flora ist eine deutliche Zweiteilung festzustellen. In den sauren Hochmoorbereichen finden sich massenhaft die Zieralge Netrium digitus und die Goldalge Synura sphagnicola sowie etliche Testacea. In den Gebieten des Übergangsmoors zeigt sich eine große Desmidiaceen-Vielfalt, allerdings bei meist geringer Individuendichte. Auch finden sich hier etwas mehr Kieselalgen (v.a. Pinnularia sp.), Ciliaten, eine größere Artenvielfalt bei den Rädertieren und etliche Würmer. Besonders artenreich ist der Graben, der sich entlang des Richtung Südwesten führenden Wirtschaftswegs befindet. Auch am Westrand des Moors befindet sich ein stets wasserführender, ebenfalls artenreicher Graben.







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