Die Moore im Tiroler Bezirk Kitzbühel

Pfeifermoor (ZWm)


Gemeinde:

Going
Höhe ü.d.M.: ca. 750-895 m
Fläche: unbekannt
Moortyp(en): Übergangsmoore, Waldmoore







Dieses Moorgebiet ist nach dem bäuerlichen Gehöft Pfeifern im Zentrum benannt. Es liegt an der östlichen Grenze der Gemarkung Going und gehört zum weitläufigen Tourismusschwerpunkt "Moor & more" an den südlichen Ausläufern des Kaisergebirges.


Überblick (Google Earth, ergänzt)


Blick vom Südrand des Moorgebiets Richtung Norden mit dem Wilden Kaiser im Hintergrund

Der überwiegende Teil der Moorgebiete wird landwirtschaftlich genutzt. Inwieweit sie auch beweidet werden, war im Oktober 2012 nicht festzustellen. Zumindest findet bereichsweise eine herbstliche Streumahd statt.

Große Areale der Zwischenmoore werden von Pfeifengras (Molinia sp.) eingenommen. Dazwischen finden sich u.a. Torfmoose (Sphagnum sp.), Blutwurz (Potentilla erecta), Heidekraut (Calluna vulgaris), Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) und Moosbeere (Vaccinium oxycoccos). Aufgrund der vorgerückten Jahreszeit (20. Oktober 2012) waren weitere Moorgewächse leider nicht mehr zu finden.

Während einer Wanderung im Sommer begegnete ich mehrfach dem Hochmoor-Gelbling (Colias palaeno). Im Herbst sichtete ich u.a. die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea), den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) und den Postillon (Colias croceus), die allerdings nicht zu den typischen Moorbewohnern gehören.

Mikroskopisch zeigt sich die größte Artenvielfalt in den südlichen Randbereichen (Übergang zu Nasswiesen). Unter den Zieralgen finden sich hier z.B. die nur zerstreut vorkommenden Arten Cosmarium cyclicum, Cosmarium novae-semliae und Cosmarium speciosissimum. Auch bezüglich der Rhizopoden sind hier die meisten Arten zu verzeichnen.



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