Die Moore im Tiroler Bezirk Kitzbühel

Ausrüstung


An dieser Stelle beschreibe ich meine Mikroskope sowie die Fototechnik.

Für Moor-Proben verwendete ich bis Anfang Mai 2013 ein Biolab-T (Müller) sowie ein älteres, gebraucht erstandenes und mit der Zeit erweitertes Zeiss Standard 14. Das Biolab-T wurde im Mai 2013 verkauft. Dafür besitze ich seit Ende Mai als Zweitmikroskop ein Zeiss Standard GFL, den sehr ästhetisch gestalteten Vorläufer der grauen Standard-Serie.


Zeiss Standard GFL (li.) und Standard 14 mit Phasenkontrasteinrichtung (beide auf LED-Beleuchtung umgerüstet)

Das Zeiss Standard 14 besitzt die Okulare Kpl 10x W. Beleuchtung: LED. Objektive:
-  6,3 / 0,20 Neofluar
-  16 / 0,40 Neofluar
-  25 / 0,65 Planapo (mein Lieblingsobjektiv!!!)
-  bedarfsweise ph2, 25 /0,60 Neofluar
-  bedarfsweise 40 / 1,0 Öl Planapo

Das Zeiss Standard GFL ist aktuell wie folgt ausgerüstet: Okulare KF 10x/18 Brille. Beleuchtung: LED. Ojektive:
-  2,5 / 0,08 Planapo
-  10 / 0,22 Achromat
-  40 / 0,75 Neofluar
-  100 / 1,25 Öl Achromat

Dank Ferry Siemensma hat mein Standard 14 seit dem Sommer 2012 auch einen Phasenkontrast-Kondensor. Insbesondere bei filosen Schalen- und Nacktamöben sowie bei Organismen mit Flagellen ist der Einsatz des "Phako" wertvoll, denn man erkennt Strukturen, die man im Hellfeld allenfalls erahnen kann. Hier eine Penardia mutabilis aus dem Pillerseemoor im Phasenkontrast:




Gegabelte Nadeln bei Acanthocystis turfacera - im Hellfeld kaum erkennbar

Zwei kleine Filter aus linear polarisiertem Material ermöglichen mir zudem Fotos in polarisiertem Licht. Nützlich ist dies bei allen doppelbrechenden Objekten.


Paraquadrula irregularis in Teilung

Die beiden Filter:



Auf Differentialinterferenzkontrast (DIC) werde ich wohl verzichten. Für die Darstellung kontrastarmer Details genügt mir der Phasenkontrast, ansonsten arbeite ich sehr gerne mit schiefer Beleuchtung (s.u.).

Überwiegend beobachte und fotografiere ich bei leicht schiefer Beleuchtung. Lange nutzte ich hierfür die modifizierte schiefe Beleuchtung (Kreutz 1995). Inzwischen verwende ich die Einstellungsmöglichkeiten meiner Phasenkontrast-Einrichtung (s.o.), die ich für meine Bedürfnisse stufenlos regeln kann.

Seit Ende Juni 2013 besitze ich nicht nur ein Zeiss-Trinokular, sondern auch eine Canon EOS 600D, die mittels Adapter und einem 10x-Okular am Trino adaptiert wurde. So sieht es nun aus:



Das Fotografieren ist damit wesentlich erleichtert, da ich nun gezielt fokussieren kann, was mit der kompakten Kamera nicht wirklich möglich war. Außerdem kann ich seitdem auch wieder stacken und stitchen.

Für manche Phasenkontrast-Fotos benutze ich allerdings nach wie vor den Plastikadapter und die Powershot (s.o), ebenso bei allen Fotos im polarisierten Licht.

Im Frühsommer 2015 erstand ich ein Stativ mit Stemi und Auflichtmikroskop von Zeiss. Dies ist das Stativ mit dem Stemi:



Hier sind zwei externe LED-Lampen im Einsatz. Die Glasplatte habe ich anfertigen lassen. Zwecks besseren Kontrasts steht das Gerät auf einer schwarzen Kunststoffmatte. Das Stemi eignet sich hervorragend für Untersuchungen an Blüten und Insekten, es ist aber auch für die Isolierung einzelner Mikroorganismen geeignet. Zudem kann man die Mikrowelt relativ wirklichkeitsgetreu beobachten, was am Mikroskop - eingeklemmt zwischen Objektträger und Deckglas - kaum möglich ist. Ich benutze das Gerät fast täglich.




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